Das Fliegen vom Startplatz Hochälpele

Fliegen vom Hochälpele

  1. Das Hochälpele ist ein hike&fly Berg steigender Beliebtheit mit mehreren Startplätzen und Ausrichtungen.
  2. Starts werden von der Almwirtschaft geduldet, wobei sie uns bittet nicht über Kühe hinweg zu starten, denn aufgeschreckt könnten sie sich leicht verletzen.
  3. Es gibt keine Startgebühr, bitte werde Mitglied im GSV Staufen, um das freie Fliegen weiter sicherstellen zu können.
  4. Es gibt keine Gastfliegerbeschränkungen. Erstflieger oder Gastpiloten können sich gerne direkt bei uns vorab erkundigen. Wir geben gerne eine Fluggebietseinweisung, da die Startplätze zum Teil anspruchsvoll sind.
  5. Um die Wildruhe sicherzustellen fliegen wir nicht, sobald uns die Jagd darum bittet (Dämmerungsflüge).
  6. Der Luftraum E geht bis auf FL 125 (ca 3800 MSL) und ist für uns als Mischraum ohne Bewilligung benutzbar.
  7. Bitte um Rücksichtnahme auf den Flugverkehr des nahen Flugplatzes Hohenems (siehe Fluggebiet Schuttannen: https://www.gsv-staufen.at/cms/files/gsv-staufen/Dokumente/Schuttannen_guide.pdf ).
  8. Bitte beachtet den Ratgeber „Hike&Fly“ auf unserer Homepage  https://www.gsv-staufen.at/cms/files/gsv-staufen/Dokumente/Hike&Fly_Infoblatt_Gleitschirm_Einsteiger_2021.pdf

Anfahrtswege

Die Anreise ist mit dem Auto oder der Buslinie 38 zum Bödele (Mo-Fr alle halbe Stunde, Sa-So Stundentakt) von Dornbirn oder Schwarzenberg möglich. Danach muss zu Fuss zu den Startplätzen gewandert werden.

FAHRPLAN LINIE 38

 

Startplatz Hochälpele-Ost unter dem Gipfelkreuz

Nach dem 40 Min Aufstieg kann man sich mit Speis und Trank in der Gipfelhütte bequem verköstigen.

Dieser Startplatz eignet sich bestens für einen Frühstart in die Thermik und schöne Streckenflüge Richtung Bregenzerwald.

Der breite Starthang ist oben steil und sehr wellig, wird durch einen Güterweg durchschnitten und verengt sich dann flacher werdend zur Waldschneise.

Der Startplatz anspruchsvoll, da vor dem Weg unbedingt abgehoben werden sollte, die verfügbare Startstrecke kurz und wellig jeden Vorwärtsstart riskant werden lässt.

Geeignete Windverhältnisse sind bei schwachem Höhenwind und guter Einstrahlung vor dem Mittag gegeben, denn für einen sicheren Start ist steter Aufwind, sicheres Rückwärtsaufziehen und eine gute Schirmkontrolle Voraussetzung!

 

Bei Wind von Süd über West nach Nord oder bei Thermik im Talkessel vor der Waldschneise liegt die Startwiese oft im Windschatten und unstete und drehende Winde herrschen vor. Ein Startversuch ist dann nicht empfehlenswert.

 

Andere Startplätze

Falls am Hochälpele-Ost ungünstige Windverhältnisse anstehen gibt es etwas weiter unten in der steilen Waldschneise neben dem Schlepplift gute Startmöglichkeiten mit oft besser kanalisiertem Hangaufwind.

Bei klarem Nordwind ist ein naher Start neben dem Seeblicklift Richtung NNO gut machbar. Wegen des flachen Geländes ist ein bodennaher Gleitflug durch die sehr lange flache Waldschneise Richtung Weisstanne notwendig und ein Abgleiter nach Schwarzenberg ist nur mit Leistungsstarken Schirmen möglich.

Richtung Nordost hat es neben der Lustenauer Hütte grosse offene Wiesen für einen Start Richtung Bersbuch. Am Nachmittag schwappt jedoch gerne etwas Talwind von der Gschwendtalpe in den Talkessel, was einen Start mit Seitenwind schwieriger macht.

Beim Lanksessellift ist ein Start nach Norden neben dem Kreuz über einen viel begangenen Wanderweg möglich. Wegen der Wanderer sollte zur Absicherung eine Hilfsperson zugezogen werden. Der anschliessende Gleitflug übers Bödele und Richtung Rheintal oder Schwarzenberg bedarf einer sehr hohen Gleitzahl und ist ohne Windunterstützung kaum machbar bzw. endet oft in einer der Hangwiesen. Nach dem Start am Lank kann auch nach links um den Berg direkt zur Südseite vom Hochälpele geflogen werden. Es lockt starke Thermik, jedoch sollte eine markante Leewirkung des Bodenseewindes vor allem südlich der Schwendealpe respektvoll gemieden werden.  Ein direkter Gleitflug zum Karren ist hingegen bei ruhigen Winden problemlos möglich.

Für Süd- bis Westwind gibt es nördlich der Gschwendtalpe gegen das Güetle eine breite Waldschneise mit Ausrichtung WSW. Am Südhang trifft man bei guter Einstrahlung oft auf gute Thermik. Nach rechts gleitend hat es vor Kehlegg grosse Hangwiesen (Bülaalpe)zum sicheren Landen. Ein tieferes Abgleiten unterhalb von Kehlegg gegen Dornbirn oder zum Karren ist gegen den Talwind und schwierigen Landemöglichkeiten hoch riskant. Weitere Landemöglichkeiten weiter unten im Tal sind nur direkt über dem Güetle am Hang gegeben. Dem Hang nach dem Start links folgend gegen die Weissenfluhalpe muss immer der Weg zum Güetle möglich bleiben, da die Schlucht bis zum Ebnit vollkommen bewaldet ist und die einzige Landemöglichkeit im Staufensee kaum erstrebenswert ist.

Die Schwendealpe oberhalb von Watzenegg ist mit Ausrichtung Süd bis West ein beliebtes Startgelände, wobei die Strasse von Watzenegg zur Schwendalpe nur den Anwohnern offensteht. Zu Fuss vom Bödele oder von Watzenegg hoch braucht man ca. eine gute halbe Stunde zu diesem herrlichen Aussichtpunkt über Dornbirn, wobei der Wirt auf der Schwendalpe sich immer auf einen Besuch freut. An schönen Tagen bläst nachmittags leider der Talwind vom Bodensee von rechts einfallend in die Startwiese am Kreuz und ein Start gegen den hohen Waldrand Richtung NW ist anspruchsvoll bis nicht möglich.

Landeplätze

Aussenlandungen sollten immer möglichst bodenschonend erfolgen und ohne Gefährdung Dritter und deren Sachwerte. Besitzstörungen sollten zudem mit dem Eigentümer möglichst einvernehmlich und respektvoll abgeklärt werden. Geplante Landungen benötigen immer das Einverständnis des Eigentümers und ein Abgleiter schliesst immer mit einer geplanten Landung ab.

Abenteurliche Landungen in dicht bewohntem Gebiet von Dornbirn zwischen Häusern, Strassen und Leitungen sind nicht nur illegal (50 m Mindestüberflughöhe), sie sind je nach Windverhältnissen auch riskant und bei Unfällen für die ganze Gleitschirmszene schädlich. Die Klagen über unerlaubte Landungen in der Stadt häufen sich und es wird dringend empfohlen Landefelder mit vorhergehender Absprache der Eigentümer zu benutzen.

Landeplätze in Absprache des GSV Staufen mit den Grundstückeigentümern gibt es momentan im Hatlerdorf.

Hatlerdorf (siehe Schuttannen) https://www.gsv-staufen.at/cms/files/gsv-staufen/Dokumente/Schuttannen_guide.pdf

Nördlich am Stadtrand von Dornbirn bei Haselstauden gibt es viele weite Felder im Riedmit oft klaren Winden aus West bis Nord. Der Platzwart des Sportplatz Haselstauden sieht es nicht gerne, wenn Piloten auf ihm landen. Landungen nördlich des Baumes sind vorzuziehen.